Veranstaltungen laden

« Alle Veranstaltungen

  • Diese Veranstaltung ist bereits vorbei.

Rio de Janeiro 2016 Olympics: Exclusion and Resistance

18. August 2016 16:00 - 22:00

A group of Brazilian women is organizing a one day event of debates, video screenings and a photo exhibition in the Nachbarschaftsakademie about the struggles taking place in Rio de Janeiro against the violations of human rights and rights to the city in the context of the Olympic Games 2016. It is an open event to discuss this reality and to highlight the resistance. In Brazil around 100 different social movements built the network Rio 2016, Os Jogos da Exclusão (Rio 2016, the Exclusion Games). From 1st of August this network is organizing diverse activities – the so called  Jornada de Lutas (Journey of Struggles) –  against the violations intensified by the Olympic Games 2016.

Eine Gruppe brasilianischer Frauen organisiert eine eintägige Veranstaltung mit Diskussionen, Videos und einer Fotoausstellung zu den Verletzungen von Menschenrechten und des Rechts auf Stadt im Zuge der Olympischen Spiele in Rio. Vorgestellt wird das Netzwerk, Rio 2016, Os Jogos da Exclusão (Rio, Spiele der Verdrängung), in dem sich 100 verschiedene soziale Bewegungen zusammengeschlossen haben und seit dem 1. August unter dem Titel Jornada de Lutas (Reise der Kämpfe) Aktionen gegen die Verdrängung organisieren.

Luiz Baltar  Foto: Camila Nobrega, Ana Alvarenga, Aline Valeck (Illustration)

Bild: Luiz Baltar, Camila Nobrega, Ana Alvarenga, Aline Valeck (Illustration)

Organization’s contacts: rio2016exolympics@gmail.com

Co-hosted by Nachbarschaftsakademie

 

Background

The Olympic Games 2016 begin this week in Rio de Janeiro and around 100 social movements got integrated in the city to fight against the human rights‘ violations performed by the State together with powerful companies, land owners and corporations. Since 2008, when Brazil was elected to host the World Cup 2014, the city has been the scene of the intensification of the processes of gentrification and police violence in marginalized communities.

Along the last few years, after the city subsequent election, in 2009, to host the Olympic Games 2016, most Rio’s citizens have suffered from the uprising of those processes and the establishment of a segregated and militarized city. With the argument of this megaevent’s preparation, over-priced mobility and infrastructure works, policing and militarizing of favelas, communities‘ evictions and repression onto social movements have become the major actions of the Municipality, the State and the National Governments to the means of “the games‘ legacy”, in the name of the international institutions FIFA and IOC.

So this week comes out the Journey of Struggles (Jornada de Lutas, in Portuguese) in Rio, called by a network of social movements, the Exclusion Games (Jogos da Exclusão, in Portuguese). They organized diverse activities to take place in the city from the 1st of August, with further political constructions.

The event in Berlin has the objective of, in connection with the „Jogos da Exclusão“ social movements, highlighting these important political struggles, presenting expressions of the actions held during the Journey of Struggles and enhancing the speaking voices of the residents of „favelas“ and peripheral areas of Rio, who are the most affected and are fighting against the oppression intensified by the Olympics. The aim is to bring this debate to an international scope. The main addressed issues are: gentrification, militarization of favelas, racism, lack of media democratization, violence against women and LGBTTT, environmental conflicts, lack of mobility and criminalization of social movements.There will be a photo exibition, a round discussion with people from Brazil, Russia and Germany, and some self-managed activities.

You are all welcome to participate in this exchange!

Bildschirmfoto 2016-08-06 um 16.30.18

 Map of the campaign Rio 2016, Jogos da Exclusão

 

Die Olympiade 2016 in Rio: Verdrängung und Widerstand

Diese Woche wurden die Olympischen Spiele 2016 in Rio eröffnet. Knapp 100 soziale verschiedene soziale Bewegungen haben sich aus diesem Anlass zusammengeschlossen, um gegen die Menschenrechtsverletzungen zu kämpfen, die der Staat zusammen mit großen Unternehmen und Landbesitzern verübt. Seit 2008, als Brasil zum Austragungsland der Fußballweltmeisterschaft nominiert wurde, hat sich in der Stadt der Prozess der Gentrifizierung und der Polizeigewalt gegenüber marginalisierten Nachbarschaften intensiviert.
Nach der darauf folgenden Wahl Rios als Austragungsort der Olympischen Spiele haben viele Menschen unter der weiteren Verstärkung oben genannter Prozesse gelitten und leben in einer sozial geteilten und militarisierten Stadt. Mit dem Argument, die notwendigen Maßnahmen zur Ermöglichung dieses Mega-Events durchzuführen, wurden überteuerte Verkehrs- und Infrastrukturmaßnahmen, die verstärkte polizeiliche Kontrolle und Militarisierung in den Favelas, die Räumung von Nachbarschaften und die Verfolgung sozialer Bewegungen betrieben. Diese Politk wird von der Stadt, dem Staat und der nationale Regierung im Namen der internationalen Institutionen FIFA und IOC verfolgt.

Die im Netzwerk Jogos da Exclusão („Spiele des Ausschlusses“) zusammengeschlossenen sozialen Bewegungen haben seit dem 1. August unter dem Titel Jornada de Lutas (Reise der Kämpfe) zahlreiche Protestaktionen gegen die Verdrängunbgspolitik im Rahmen der Olympischen Spiele organisiert.
Ziel der Veranstaltung in der Nachbarschaftsakademie ist es, im Zusammenhang mit den Aktivitäten von Jogos da Exclusão diese wichtige Auseinandersetzungen und ihre Ausdrucksformen sichtbar und die Stimmen der Menschen, die in Favelas und in peripheren Stadtgebieten leben, hörbar zu machen.  Letztere sind am stärksten von den im Zuge der Olympiade getroffenen Maßnahmen betroffen und wehren sich gegen die durch die Spiele intensivierte Unterdrückung. Die Veranstaltung soll dazu beitragen, die Auseinandersetzungen in Rio in ihrem internationalen Zusammenhang zu verstehen. Zentrale Themen sind dabei: Gentrifizierung, Militarisierung der Favelas, Rassismus, fehlende demokratische Ausrichtung der Medien, Gewalt gegen Frauen und Angehörige der LGBTTT-Community, Umweltkonflikte sowie die Kriminalisierung sozialer Bewegungen. Es wird eine Fotoausstellung geben, eine Diskussionsrunde mit VertreterInnen aus Brasilien, Russland und  Deutschland und weitere Aktivitäten.

Ihr seid eingeladen, Euch an diesem Austausch zu beteiligen!
Kontakt: rio2016exolympics@gmail.com

Die Veranstaltung wird unterstützt von der Nachbarschaftsakademie

Details

Datum:
18. August 2016
Zeit:
16:00 - 22:00

Veranstaltungsort

Die Laube in den Prinzessinnengärten